

Da war die Welt noch in Ordnung. Besichtigung mit Marc Gisin. Eine Woche später teilten wir uns das Zimmer in der Rennbahnklinik in Basel. Diagnose Kreuzbandriss.

Das Knie schmerzte nur ein bisschen aber der Ärger über mich selbst war riesig. Zwei Tore vor dem Ziel darf man nicht mehr Stürzen. Etwas Positives kann ich Trotzdem mitnehmen für nächste Saison. Sogar mit dem Sturz wäre ich in den Top 20 gewesen. Ich weiss das ist nur ein kleiner Trost.
Reha anstelle von Ferien. Manchmal werden die Pläne innert kürzester Zeit auf den Kopfgestellt. Der Terminkalender beinhaltet dann Ärztebesuche und Physiotermine.

Danke dem ganzen Rennbahn Team. Speziell Lukas Weisskopf der mich operiert hat. Ich hatte vom ersten Kontakt zu Dir Luky ein sehr gutes Gefühl. Merci!!!!!


Die Reise gestaltete sich schon recht schwierig. Mit drei Charterflüge reisten alle Teams von Zürich nach Sochi. Wegen Platzmangels mussten ein paar Sitzbänke weichen, damit alle Skis verstaut werden konnten.

Das ganze Tal von Sochi bis ins Skigebiet ist eine Riesen Baustelle. Letzten Sommer arbeiteten 80000 Leute im 24h Betrieb. Eisenbahn, Hotels und das Olympiadorf müssen gebaut werden. Unser Hotel das Park Inn ist schon fertig und ganz ok.


Das Skigebiet ist super. Geniale Pisten und die Abfahrt ist auch sehr selektiv. Weite Sprünge und sehr steile Passagen wechseln sich ab.
Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Die Sicherheitsbemühungen sind enorm. Ich möchte ja nicht wissen wie es in zwei Jahren Aussehen wird. Man kann aber sagen das schon sehr viel gut funktioniert. Und die Russen geben sich wirklich mühe.
Der Start mit dem Redbull Gebäude. Dort gibt es eine Bar mit Essen und Getränken, im ersten Stock sind Ergometer aufgestellt um sich aufzuwärmen.

Der Blick aus dem Starthaus auf die Mausefalle.
Die Mausefalle ist ein sehr weiter Sprung. Wenn man die ersten zwei Kurven gut erwischt, kann man den Sprung so richtig genießen.
Unter dem Redbull Bogen springt man über die Hausbergkante dieses Jahr geht der Sprung sehr weit.
Nach der Hausbergkante kommt die Traverse. Hier muss man möglichst hoch bleiben. Durch die Fliehkraft wird man enorm nach unten gedrückt.
Der Zielschuss, hier werden Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreicht.
Im Ziel angekommen ist jeder froh und kann auch ein wenig stolz auf sich sein. Das war die Streif. Wahrscheinlich die schwierigste Abfahrt der Welt.